Eine Weltumsegelung in Etappen

DIE IDEE

Wir segeln mit unserer rund 360° in Etappen um die Welt und widmen unsere Reise der Deutschen Krebshilfe. In Etappen heisst, wir leben einige Monate in Berlin und segeln dann ein Stück weiter. Unser Ziel ist es, mit unserer Aktion auf die Arbeit der Organisation aufmerksam zu machen und zu unterstützen.

 Wir möchten alle, die unsere Reisefortschritte auf unserer Webseite verfolgen, dazu ermuntern, eine Spende an die Deutsche Krebshilfe zu machen! Unsere Aktionsnummer dort lautet  49002706.  Bitte gebt diese Nummer an, so dass Eure Spende zugeordnet werden kann! Hier geht's zur Spendenseite der Krebshilfe.

______________________________________________________________________________________________

 

Interview im rbb / Februar 2016

rbb

 

Januar 2016  Wir sind wieder in Berlin 

Im März 2012 haben wir die Leinen in Kappeln losgeworfen und sind mit unserer rund360° in Etappen bis in die Südsee gefahren. In Etappen heißt,
abwechselnd ein paar Monate zu segeln und dann wieder eine Weile zu Hause zu leben. So können wir weiterhin Geld verdienen und verlieren
nicht die Lust am Bordleben.
Unsere Etappen haben uns bisher in mehr als 16000 Seemeilen in 22 Länder, durch Ozeane, den Panamakanal, bis kurz vor Australien geführt. In Neu Kaledonien haben wir die rund360° verkauft und machen eine längere Etappenpause in Berlin. Danach werden wir mit einem Katamaran unsere Weltumsegelung fortsetzen. 

Von den letzten drei Jahren gibt es viele Bilder und Geschichten, die Ihr hier nachlesen könnt.

 

 

 Berliner Wahrzeichen im Sand schmal

 

 

 

Australien

(Update 31.10.2015)

Wir sind inzwischen in Australien - ohne Boot, dafür mit Campervan!

 

Sydney Skyline

 

  • 1 Unser Bootsersatz in Australien
  • 2 Sydney Skyline
  • 3 Romain - der neue Eigner in Neukaledonien
  • 4
  • 5 Mit der Faehre in Sydney unterwegs

  • 6 Wohnviertel in Sydney
  • 7 Levi und Lutz in Sydney
  • 8 Kakadus in der Stadt
  • 9 Die Kakadus sind recht zutraulich
  • 10 Jan Padeng - der Grund fuer die Reise nach Australien

  • 11 Fallender Bus in Sydney - knapp verfehlt
  • 12 Ein Possum vom Dachboden
  • 13 Jan und Levi haben Spass an Sydneys Straenden
  • 15 Kinder in Sydney werden zu Life Guards ausgebildet - egal wie hoch die Wellen
  • 16 Lutz

  • 17 Kaengurus ganz nah im bekannten Australia Zoo
  • 17a Wir duerfen sie sogar fuettern und sind hin und weg von diesen Tieren
  • 18 Die Kaengurus begegnen uns ueberall
  • 19 Auch auf unserem Campingplatz
  • 20 Truthaehne kommen auch ziemlich nah

  • 21 Koalas im Australia Zoo
  • 22 Koala im Billabong Sanctuary
  • 23 Mit dem Laufrad durch den australischen Busch
  • 24 Spielplaetze ueberall - das freut unsere Kroete
  • 26 Papageien bevoelkern unseren Campingplatz

  • 27
  • 28 Endlich mal wieder Mangroven
  • 29 Erstaunlich viele gefaehrliche Tiere in DownUnder
  • 30 Bunte Voegel auf Schritt und Tritt
  • 31 Mutter mit Kind im Beutel

  • 32
  • 33
  • 34 t
  • 35 Und das war es dann erst einmal

 

 

 

Südsee: Bilder aus Fiji, Vanuatu und Neu Kaledonien

(Update 16.10.2015)

Wir sind in Neukaledonien und langsam können wir unsere Fotos sortieren und hochladen. Hier die Eindrücke aus Fiji, Vanuatu und Neu Kaledonien

 

Bilder aus Neu Kaledonien

 

24

 

  • 01 Schmetterlingssegeln vor Neu Kaledonien
  • 02 Anfahrt zur Pinieninsel
  • 03
  • 04 Ankern vor der Pinieninsel
  • 05 Sammeln fuer das Lagerfeuer

  • 06 Lagerfeuerromatik
  • 07
  • 08 Segeln vor Neu Kaledonien
  • 09 Dinghy Fahrt ueber die Korallenriffe
  • 10 In den Ankernbuchten der Pinieninsel

  • 11
  • 12
  • 13 Entspannte Rueckfahrt nach Noumea
  • 14
  • 15

  • 16 Ausfahrt aus dem Pass nach Noumea mit viel Stroemung
  • 17 Das beruehmte Gebaeude von Noumea
  • 19
  • 20
  • 21

  • 22 Erkundung der Hauptinsel
  • 23 Im Aquarium von Noumea
  • 24
  • 25
  • 26 Auf dem Weg zur Badebucht

  • 27
  • 28
  • 29 Badespas auf Grand Terre
  • 30 Oje Schlange im Wasser
  • 31 Erschoepft nach der Wanderung

  • 32

 

Bilder aus Tanna / Vanuatu

 

19

 

  • 01 Ein Mahi Mahi beisst an auf dem Weg von Fiji nach Vanuatu
  • 02 Lecker Fisch_besonders Levi freut sich
  • 03 Stanley begruesst uns in Tanna_Vanuatu
  • 04 Levi zeigt Stanley begeistert seine Angelkuenste
  • 05 Levi und Stanley

  • 06 Vom Ankerplatz sieht man Rauch aus der Bergwand aufsteigen
  • 07 Fischer vor Tanna
  • 08 Dorf auf Tanna
  • 09 Dorfeinfuehrung
  • 10

  • 11
  • 12 Demnonstration des Brunnens
  • 13
  • 14 Die Kinder zeigen Levi die Fruechte
  • 15 Badespass mit dem Kindergarten

  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20

  • 21 Besteigung des aktiven Vulkans auf Tanna
  • 22 Der Vulka ist wirklich aktiv
  • 23 Vulkanpanorama
  • 24
  • 25 Lava

  • 26 Lava wird gespuckt
  • 27 Folgen des letzten Zyklons
  • 28 Abschied von Vanuatu
  • 29 Ein letzter Blick auf den Vulkan

 

 

Bilder aus Fiji

 

13

 

  • 01 Wir sind echt weit weg
  • 02 Excotische Fische auf dem Markt in Suva
  • 03 Sargmanufaktur
  • 04 Abflug auf die Nachbarinsel Ovalau
  • 05 Flug nach Ovalau

  • 06
  • 07 Der Flughafen von Ovalau
  • 08 Levuka auf Ovalau
  • 09 Levuka auf Ovalau
  • 10 Das Royal Hotel Levuka

  • 11 Royal Hotel
  • 12 Verstecken im Hotelzimmer
  • 13 Spaziergsng durch Levuka
  • 14
  • 15 Traditionelles Haus auf Ovalau

  • 16 Rueckflug nach Suva
  • 17 Markt in Suva
  • 18 Die Auswahl ist riesig
  • 19 Ananas satt in Suva

 

 

 

Südsee:   Königreich Tonga

(Update 28.08.2015)

 

slide-08

 

 

  • 01 Sonnenuntergang ueber Tonga
  • 02 Bunte Grabstaetten entlang der Hauptstrasse in Pangai
  • 03 Einer die vielen bunten Friedhoefe in Pangai
  • 04 Auf dem Weg in die Kirche auf Uiha begruessen uns die Kinder des Dorfes
  • 05 Auf der Messe fuer Landwirtschaft, Industrie und Wirtschaft werden alle Produkte der Gegend fuer den Koenig von Tonga praesentiert

  • 06 Brotfrucht, Bananen, Kokosnuesse und Maniok ueberall
  • 07 Alle Produkte sind beschriftet
  • 08
  • 09
  • 10

  • 11 Traditionelle Maennerkleidung - der Rock
  • 12 Auch die Uniformen der Blaskapelle sieht Roecke fuer Maenner vor
  • 13 Der Koenig von Tonga zu Besuch auf der Messe
  • 14 Der dicke Koenig von Tonga
  • 15 Getrocknete Tintenfische auf Baum

  • 16 Lebende Muscheln auf den Staenden
  • 17 Maenner in traditioneller Kleidung beim Besuch des Koenigs
  • 18 Alle Kinder des Dorfes begruessen den Koenig
  • 19
  • 20 Wir staunen nicht schlecht ueber lebende Riesenmuscheln, Haie, Krebse, Muraenen und alles, was aus der Lagune kommt

  • 21 Auf Tonga gibt es Buckelwale ueberall
  • 22 Mehrere ausgewachsene Buckelwale prusten und schlagen ihre Seitenflossen auf das Wasser
  • 23 Der Wal pustet in die Luft - der sogenannte Blas
  • 24 Die Walmutter klatscht laut mit ihrer Seitenflosse auf das Wasser
  • 24 So kommunizert sie mit anderen Walen

  • 25 Eine Walkuh springt aus dem Wasser
  • 26 Das Walbaby tut es ihr nach
  • 27 Das Walbaby springt vor Johanna beim Schnorcheln aus dem Wasser
  • 27 Schwanzflossen von Buckelwalen ueberall, auch Fluke genannt
  • 28 Noch mehr Fluken

  • 29 Noch mehr Wale
  • 30 Sprung eines Buckelwalbabies
  • 31 Sprung Buckelwalbaby
  • 32 Noch mehr Buckelwale
  • 33 Wir erkunden die Inseln per Rad

  • 34 Und wundern uns nicht nur ueber Schweine am Strand

 

Bora Bora ist für uns die letzte Insel der Gesellschaftsinseln. Wir beschließen, in einem Stück bis zur Inselgruppe von Tonga zu fahren. Das sind ca.1300 Seemeilen, und der Wetterbericht sieht nach gutem Wind aus.

Wie so oft kommt es aber anders als gedacht. Kurz hinter Bora Bora haben wir keinen Wind, dann für die restlichen 8 Tage nur noch Starkwind. Wir fahren mit klein gerolltem Vorsegel und zickendem Autopiloten und sind froh, als Tonga endlich erreicht ist. Das Wetter im Pazifik ist wirklich unberechenbar. Angeblich liegt es daran, dass ein sog. El Nino Jahr ist. Dieses Wetterphänomen tritt alle paar Jahre auf. Es ist eben kein Hallensport… .

Das Königreich Tonga besteht aus drei Inselgruppen. Wir haben uns für die mittlere Gruppe entschieden. Sie heißt Ha'apai Gruppe und soll kaum besucht und unberührt sein, mit vielen unbewohnten Inselchen. Und das stimmt! Wir treffen wenige Segler und noch weniger Touristen. Ein ganz großer Gegensatz zu Französisch Polynesien. Tonga ist ein Dritte Welt Land. Französisch Polynesien gehört praktisch zur EU.

Es herrscht Armut, und die Infrastruktur ist kaum entwickelt. Die wenige Infrastruktur, die es hier gab, wurde letztes Jahr auch noch von einem Zyklon zerstört. Das hat auch zur Folge, dass die Gebäude wie sie im Reiseführer beschrieben waren an einem anderen Ort jetzt stehen. Da alle gutes Englisch sprechen, ist es aber kein Problem alles nötige zu finden.

Eigentlich sind wir hauptsächlich wegen der Buckelwale nach Tonga gekommen. Sie sollen hier zahlreich und besonders gut zu beobachten sein. Jedoch gibt es viel mehr zu Entdecken. Die Fahrradtouren sind toll. Fröhliche Kinder, der Wiederaufbau nach dem Sturm und verschiedene Entwicklungshilfeprojekte gibt es zu bestaunen. Wir gehen Sonntags in die Kirche und lauschen den Chören. Wir genießen es wieder an einem touristisch wenig erschlossenem Ort zu sein.

Außerdem haben wir das große Glück eine Art Landwirtschaftsmesse besuchen zu können, die wie es scheint, einzig und allein für den König von Tonga ausgerichtet wird. Ein tolles Schauspiel, ohne bewaffnete Sicherheitskräfte. Spannend!

Resultat eines Entwicklungshilfe Projektes ist auch ein kleiner Kunstmarkt mit Holzkunst. Wir kaufen einen riesig großen Holz-Buckelwal, um auch Unterstützung zu leisten. Der Versand soll kein Problem sein. Stolz bringe ich das verpackte Kunstwerk zur Post. Verblüfft werde ich in der Post angestarrt wie ein Außerirdischer. So ein Riesen Teil wollte anscheinend noch niemand versenden. Freundlich werde ich ins Hinterzimmer zum ratlosen Personal gebeten. Als erstes wird das Teil mit der alten Wage gewogen. 26 KG soll das Teil wiegen. Das konnte ich so einfach tragen? Wow habe ich Kraft bekommen! Jetzt muss erstmal in der Hauptstadt angerufen werden, wie man das wohl nach Deutschland verschicken kann. Die Dame beschreibt am Telefon mit Lachtränen in den Augen, was da auf dem Tisch steht. Dann nennt sie mir ernst den Preis: 4000 US Dollar soll der Versand kosten. Das ist doch etwas viel… . Ich frage die Dame, ob es wirklich 26 KG wiegt. Es wird nochmal gewogen und ich mache sie darauf aufmerksam, dass die Wage in Pfund (LB) wiegt und nicht KG! Erstaunt schaut sie mich an und korrigiert das Gewicht auf 13 KG… . Die Post hat sicher in der Vergangenheit gut verdient. Der Preis wird jetzt nochmal per Telefon für das leichtere Paket erfragt. Er beträgt 2000 US Dollar. Nun ja. Später werde ich den Wal aus Fiji versenden. Dort stellt sich heraus, dass das Paket 10 KG wiegt, der Versand kostet 40 Euro.

Den Rest der Zeit in Tonga verbringen mit Whale Watching. Ein einmaliges Erlebnis, besonders auch für Levi. Mit einer ehemaligen Greenpeace Aktivistin schwimmen wir sogar mit den zutraulichen Tieren. Ein unvergessliches Erlebnis, diese Tiere so hautnah zu sehen.

Dann verlassen wir das Königreich Tonga und machen auf den Weg zur Inselgruppe Fiji. Vier Tage später erreichen wir die Hauptinsel Viti Levu mit der Hauptstadt Suva. Hier wollen wir hauptsächlich Einkaufen und auf ein wichtiges Teil für den Autopiloten warten, ohne das wir nicht weiter fahren können.

 

 

 

 

Schwimmen mit den Buckelwalen

(Update 23.08.2015)

In Tonga sind wir auch mit den Buckelwalen geschwommen, die aus der Antarktis hieher gekommen sind, um ihre Jungen  zur Welt zu bringen. Man trifft meistens eine Walkuh mit ihrem Kalb und einem Begleitwal an. Unser Walbaby war neugierig und schwamm auf uns zu, die Mutter entspannt und der Begleitwal hielt sich im Hintergrund:

  • Snap shot 1
  • SnapShot 10
  • SnapShot 13
  • SnapShot 16
  • SnapShot 18

  • SnapShot 19
  • SnapShot 2
  • SnapShot 20
  • SnapShot 22
  • SnapShot 23

  • SnapShot 24
  • SnapShot 25
  • SnapShot 28
  • SnapShot 3
  • SnapShot 31

  • SnapShot 32
  • SnapShot 33
  • SnapShot 34
  • SnapShot 35
  • SnapShot 36

  • SnapShot 37
  • SnapShot 38
  • SnapShot 39
  • SnapShot 4
  • SnapShot 40

  • SnapShot 41
  • SnapShot 42
  • SnapShot 43
  • SnapShot 5
  • SnapShot 6

  • SnapShot 7
  • SnapShot 8
  • SnapShot 9

 

 

 

 Südsee:  Bora Bora und Abfahrt nach Tonga

(Update 23.07.2015)

 

bora

Mehr als zehn Tage haben wir in Bora Bora verbracht. Die Insel hat uns sehr positiv überrascht mit seinen schönen Ankerplätzen, den dramatischen Aussichten auf die Berge und den noch vielen nicht vom tourisums "versauten" Orten. Auch seglerisch wurde uns einiges abverlangt. Navigation durch enge Korallenriffe mit zwei Metern Tiefe. Bei unserem Tiefgang von 1,90 Metern eine spannende Sache. Ein würdiger Abschluss von Französisch Polynesien, dass wir nach drei Monaten jetzt verlassen. Wir machen uns auf den Weg in das Königreich Tonga, genau genommen die Mittelgruppe (Hapai Gruppe). Wir planen ca. zehn Tage für die Überfahrt. Hier noch ein paar Eindrücke aus Bora Bora:

  • 01 Unser Ankerplatz in der Lagune von Bora Bora
  • 02
  • 03 Auslegerkanu vor der Silhouette von Raiatea
  • 04 Die Luxus Ueberwasser Bungalows vom St Regis
  • 05 Lutz fotografiert die Julia aus Kiel von unserem Mast aus

  • 06 Und uns auch
  • 07 Regen zieht auf
  • 08 Lutz haelt Ausschau nach Riffen in der Lagune
  • 10 Im Lagonarium kommen wir den Stachelrochen sehr nah
  • 11 Die Stachelrochen suchen die Beruehrung wenn man still stehen bleibt

  • 12 Stachelrochen und Haie im Lagonarium
  • 13 Am Strand von Bora Bora
  • 14 Lutz und Michael mit frischem Baguette von Land
  • 15 Vor den Hotels auf unserem Boot
  • 16 Unterwegs mit dem Elektroauto

  • 17 Unsere Ankerbucht von oben
  • 09 Beim Baden

 

Südsee: Papeete / Tahiti und Bora Bora

(Update 15.7.2015)

 

hiltonbora

 

Die einsamen und wunderschönen Tuamotus liegen hinter uns. Zuletzt waren wir in Apataki mit einer langen Flaute. Durch den wenigen Wind konnten wir die letzten Tage den Pass durchschnorcheln. Ein Highlight unserer Zeit dort. Täglich versammeln sich dort über 50 Graue Riffhaie, ein Segelfisch und Delfine kamen in den Pass. Ein würdiger Abschied aus den Tuamotus.

Jetzt sind unsere Vorräte aufgebraucht und das Dosenessen wird Zuviel. Wir wollen wieder echtes Stadtleben und fahren nach Papeete auf der Insel Tahiti. Dort gehen wir in die neue Marina im Herzen der Stadt. Herrlich! Restaurants und Geschäfte direkt vor der Haustür. Nach vielen Wochen der Einsamkeit einfach schön. Zwei Wochen bleiben wir dort und erledigen sehr viel. Kleine Reparaturen (Wasserpumpe, Toilette), neue Batterien und ein neues Lazy Bag müssen erledigt werden. Es gibt riesige Supermärkte, die sich wie eine Schatzhöhle anfühlen. Also kaufen wir in grossen Stil ein, denn es wird lange dauern, bis wir wieder so eine grosse Auswahl haben.

  • 01- Die Marina im Herzen von Papeete wird fuer zwei Wochen unser Zuhause
  • 02- Abendstimmung im Hafen von Papeete
  • 03- Die Marina ist nagelneu
  • 04- Heimliche Fotos vom Heiva Tanz und Gesang Festival in Papeete
  • 05- Heiva Festival

  • 06- Hier hat James Cook den Lauf der Venus beobachtet - der Leuchtturm von Venus Point auf Tahiti
  • 07- Levi singt fuer die ganze Marina
  • 08- Wir kennen nicht nur alle Supermaerkte von Papeete, sondern auch alle Spielplaetze
  • 09- Papeete vom Wasser aus
  • 10- Nach zwei Wochen in der Stadt ist Levi wieder in seinem Element beim Krebse Sammeln auf Tahaa

  • 11- Blick von Tahaa nach Raiatea
  • 12- Wir verlassen Tahaa und machen uns auf den Weg nach Bora Bora
  • 13- Nur ein paar Stunden liegen zwischen Tahaa und Bora Bora
  • 14- Bora Bora
  • 15- Wir liegen vor dem Hilton auf Bora Bora

Nach zwei Wochen verlassen wir die Marina in Papeete und fahren nach Bora Bora, bevor es nach Tonga weiter gehen soll. Bora Bora ist bekannt wegen seiner beeindruckenden Landschaft und für Luxus Unterkünfte und Essen. Ein schöner Abschluss der Gesellschaftsinseln bevor wir weiter fahren werden.

Hier noch ein paar Eindrücke aus den Tuamotus:

  • 01- Der Haushai auf Apataki
  • 02- Internet mitten im kaum besiedelten Atoll zieht alle Segler an
  • 03- Die Wohnungen der Angestellten in der winzigen Werft von Apataki
  • 04- Aus dem getrockneten Fleisch der Kokosnuesse wird Coprah hergestellt
  • 05- Regen im Paradies

  • 06- Zum Sonnaufgang bestimmen wir die Fische unter unserem Boot
  • 07- Flaute und spiegelglatte Lagune in Apataki
  • 08- Einsiedlerkrebse und Kokosnuesse werden im Bollerwagen ueberall mit hingenommen
  • 09- Der Bollerwagen muss auch mit schwimmen
  • 10- Unsere Hausfische fressen alles, was von Bord faellt

  • 11- Und Levi fuettert sie auch gern mit Abfaellen
  • 12- Die Straende gehoeren uns ganz allein
  • 13-
  • 14-
  • 15- Blick aus dem Cockpit am Ankerplatz von Apataki

  • 16- Der Ankerplatz von der anderen Seite
  • 17- Mit dem Dinghi unterwegs
  • 18- Unser letzter Sonnenuntergang auf den Tuamotus
  • 19- Abschied von den Tuamotus -wir fahren durch den Pass in Apataki und machen uns auf den Weg nach Tahiti
  • 20- Wir bereiten uns auf die Abreise nach Papeete vor und schreiben Einkaufslisten am Strand

 

Südsee: Marquesas und Tuamotus

Update 14.6.2015 (Neue Fotos)

25a Regenbogen in der Suedsee

 

Mehr als vier Wochen ist es her, dass wir von der Pazifiküberquerung in der Südsee angekommen sind. Jetzt gibt es wieder eine gute Internetverbindung und wir können von unseren Erlebnissen berichten.

Die erste Inselgruppe, die wir erkunden sind die Marquesas Inseln. Markenzeichen sind die gebirgige Landschaft und die üppige Vegetation. Dies fällt uns auch gleich auf der ersten Insel auf, die wir erkunden. Sie nennen sich Hiva Oa und der Hafen ist umgeben von tief grün bewachsenen Bergen. Die ersten Tage regnet und gewittert es sehr häufig. Laut einigen Anwohner ungewöhnlich in dieser Intensität. So brauchen wir oft Regenschutz oder hoffen auf einen „Lift“ im Auto bei unseren Wanderungen in die Umgebung und den kleinen Ort. Da die Gastfreundschaft sehr gross ist, dauert es nicht lange bis ein Auto anhält und die Tür sich öffnet. Besonders durch das Reisen mit Kind ist die Neugier auf uns gross. Das geht so weit, dass eine nette Frau vor Ort, Johanna mit nimmt, sie reich auf ihrem Garten mit Bananen, Mangos und Pampelmusen beschenkt. Als sie erfährt, dass Levi Geburtstag hat, lässt sie es sich nicht nehmen, beim Bäcker ihm einen Kuchen zu kaufen. Irgendwie anders hier, als die grummeligen Berliner. Johannas Geburtstag verbringen wir in einem sehr schönen Hotel über der Bucht. Wir geniessen den Luxus von viel Platz und unbegrenztem Strom und Süsswasser… .

Einige Tage leihen wir uns ein Auto und machen tolle Touren über Hiva Oa. Wir besuchen verwunschene Tiki Stätten, fahren durch die Berge und suchen frisches Obst im Urwald. Gut ausgestattet mit frischen Früchten direkt vom Baum fahren wir in eine Nachbarbucht, wo es Mantarochen geben soll. Die Kulisse der Bucht ist Atemberaubend und die grossen Rochen finden wir auch. Grill Abende mit anderen Seglern und frischem Gelbflossenthunfisch lassen die Zeit verfliegen.

Die nächste Insel der Marquesas, die wir besuchen heisst Nuku Hiva und ist eine Segelnacht entfernt. Nuku Hiva ist das Verwaltungszentrum der Marquesas und hat noch etwas mehr Infrastruktur als die anderen Inseln. So gibt es hier eine Post, in der wir nach einigem hin- und her doch unsere heiss erwarteten Pakete aus Deutschland in Empfang nehmen können. Die Begeisterung ist bei uns dreien gross als Bücher, Ersatzteile, Fussballzeitungen und vieles mehr in den Händen halten.

Nuku Hiva wird sogar hin und wieder von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Tausende Menschen werden dann für ein paar Stunden auf der Insel abgesetzt. Ein interessantes Schauspiel wie die Besucher empfangen werden. Die Jungs, die gestern noch Fussball mit uns gespielt haben, tragen für ein paar Stunden traditionelle Kleidung und trommeln und singen. Kaum verlässt das Boot die Buht, ist davon nichts mehr zu sehen.

Da uns viele Bekannte Segler hier vor Anker liegen, verbringen wir schöne gemeinsame Abende. Eine sehr schöne Abwechslung. Dann fahren wir weiter zur Daniels Bay, die sehr nah an unserer Bucht auf Nuku Hiva liegt. Sie ist besonders bekannt für eine Wanderung zu einem Wasserfall. Der traumhafte Trek führt uns durch Obstplantagen mit Papaya, Bananen, Mangos, Pampelmusen und vielem mehr, die uns fast in den Mund fallen. Der Wasserfall ist sehr beeindruckend. Die Wanderung ist zurecht ein Highlight der Marquesas. In der Bucht sehen wir wieder sehr viele Mantarochen. Toll!

  • 01 Kirche auf dem Kauehi Atoll - Tuamotus
  • 02 Kokospalmenzucht
  • 03 Levi unterwegs auf den Sandpisten des Atolls
  • 05 Unser eigener Sandstrand auf Kauehi
  • 05a Die Unterwasserwelt erschnorcheln wir

  • 04 Unterwegs in Kauehi
  • 05b Levi schwimmt - wir schnorcheln
  • 05c Schwarzspitzenriffhaie wohin man schaut
  • 05d
  • 06 Lagerfeuer zum Sonnenuntergang

  • 07 Sonnenuntergang ist hier schon um kurz nach Fuenf
  • 08 Kokosnuesse zum Trinken
  • 08a
  • 09
  • 10 Die frische Kokosmilch schmeckt

  • 12 Levi traegt nur noch ungern Kleidung
  • 11
  • 13 Wir naehern uns dem naechsten Atoll - Fakarava
  • 14 Starke Stroemung im Pass von Fakarava - unser Tor ins Atoll
  • 15 Ein winziges Dorf am Pass

  • 16 Das alte Dorf Tetamanu
  • 17 Die ehemalige Kirche
  • 18
  • 19
  • 20 Haien begegnen wir hier ueberall - sogar am Strand

  • 21
  • 22
  • 23 Eine Perlenfarm
  • 24
  • 25

  • 25a Regenbogen in der Suedsee
  • 26
  • 27
  • 28 Wir kaufen Obst von Privatleuten - im Laden gibt es nichts
  • 29

  • 30 Das Trainieren in Auslegerkanus ist an der Tagesordnung in den Tuamotus
  • 31
  • 32
  • 33 Unser Nachbar hat sein eigenes Flugzeug mitgebracht
  • 34 Sturm auf Fakarava

  • 35 Wir sind auf Toau angekommen - ein kleineres Atoll weiter noerdlich
  • 36 Unser Wohnraum im Cockpit
  • 37 Auf Apataki schmuecken wir einen Tiki zur Ankunft
  • 38 Boule mit den Locals auf Apataki
  • 39 Diese eigentlich unbewohnte Insel auf Apataki teilen wir mit Urlaubern aus dem Hauptdorf

  • 40

Dann fahren wir die 500 Seemeilen zur nächsten Inselgruppe der Südsee: Den Tuamotus. Dies ist eine Inselgruppe die aus vielen verschiedenen kleinen Atollen besteht und einen völlig anderen Charakter als die Marquesas hat. Die einzelnen Atolle sind flache, mit Palmen bewachsene Korallenringe mit einer Lagune in der Mitte. Die Tuamotus haben einen legendären Ruf für schwierige Navigation und Schiffshavarien. Eine Schwierigkeit besteht in der Sichtung der Atolle, da sie nur wenige Meter hoch sind. Die grösste Herausforderung ist aber die Einfahrt in die Lagunen. Hier existieren nur schmale Durchfahrten, die sog. Pässe. Hier können extreme Strömungen und Wellen auftreten. Der ideale Zeitpunkt ist der sog. Slack. Hier ändert sich gerade die Strömungsrichtung durch die Tide. Nur ist der Zeitpunkt hiervon nicht exakt bekannt. So sind wir aufgeregt, als wir nach vier Tagen wunderschöner Überfahrt unsere erste Passdurchfahrt meistern sollen. Als wir den Pass von Kauehi, so heisst das Atoll, anlaufen, können wir die Strömungen und Wellen sehen. Die Bedingungen sind aber akzeptabel und wir schaffen die Durchfahrt gut.

In der Lagune tut sich für eine neue, unglaubliche Welt auf. Kristallklares Wasser, keine Wellen und eine atemberaubende Tierwelt. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen aufmerksam zu navigieren. Viele Bereiche sind nicht kartographiert und wir verlassen uns voll auf die sog. Augapfelnavigation. Hier wird die Tiefe und somit die Gefahrenstelle durch die Farbe des Wasser bestimmt. Das klappt sehr gut, durch unsere Erfahrung aus Los Roques / Venezuela. Wir erkunden die gesamte Ostküste von Kauehi ausführlich. Die Ankerplätze sind einsam und atemberaubend. Unsere Tage verbringen wir mit Schnorcheln, Strandspielen, Levis Schwimmübungen, Lagerfeuer und Kokosnüsse öffnen. Was für ein Leben! Woran wir uns erst noch gewöhnen müssen, ist die ständige Präsenz von Haien. Bei jedem Schnorchelgang trifft man sie in jeder Tiefe. Selbst an Levis schwimmt mit ihnen zusammen… .

Vor unserer Fahrt zum nächsten Atoll Fakarava wollen wir noch eine Nacht direkt am Pass verbringen, da das Schnorcheln sehr gut sein soll. Der starke Wind macht das Ankern aber unmöglich. So entscheiden wir uns spontan zur Weiterfahrt. Es ist wird zwar noch im Hellen anzukommen, aber unser Boot ist ja schnell. Mit einem Schnitt von über 7 Knoten legen wir die 50 Seemeilen zurück und sind 16 Uhr am Südpass von Fakarava. Und der hat es in sich. Durch den starken Wind über Tage ist die auslaufende Strömung sehr stark. Wir stehen fast im Pass umgeben von Wellen, obwohl wir 8 Knoten unter Vollgas fahren können. Nach aufregenden Minuten fällt aber der Anker doch innerhalb des Atolls. Fakarava gilt als eines der besten Tauchreviere der Welt. Und wir sehen sofort warum. Unter dem Boot sind viele grosse Haie. Die Unterwasserwelt im Pass selbst noch beeindruckender. Da der Wind aber weiter stark bleibt und der Ankerplatz nur wenig geschützt ist, fahren wir weiter in den Nordteil des Atolls. Hier können wir frische Sachen einkaufen und nach Wochen endlich mal wieder in einem Restaurant essen. Alter Gesichter treffen wir wieder und freuen uns mal wieder über Gesellschaft. Hier können wir uns auch Fahrräder leihen und den dünnen Inselstreifen (zwischen Atoll und Ozean sind es nur 100 meter) erkunden. Besonders beeindruckend der Besuch einer Perlenfarm. Hier darf Levi eine Muschel öffnen und die schwarze Perle entnehmen. Stolz hat er sie jetzt an einem Lederband!

Ein paar Tage wollen wir noch Fakarava erkunden, bevor wir weiter zu den nächsten Atollen fahren.

 

 

Pazifiküberquerung

Update 5.5.2015

 

 IMG 4655

 

Nachdem wir Galapagos in vollen Zügen genossen haben steht die längste Etappe überhaupt an. Die sogenannte Pazifiküberquerung geht über ca. 3000 Seemeilen von Galapagos in die Südsee. Genau genommen zu dem Marquesas Inseln. Wir planen eine Dauer von 20 – 30 Tagen für die Überfahrt. Entsprechend aufgeregt sind wir und fangen eine Woche vor Abfahrt mit den Vorbereitungen an. So können wir immer weniger die Tierwelt, besonders zum Leidwesen von Levi, beobachten, sondern fangen an unsere große „To Do“ Liste abzuarbeiten. Die besteht zum größten Teil, neben Wartungsarbeiten am Boot, aus Einkaufen. Sehr viel Wasser muss per Beiboot verladen werden, Konserven, Milch, eine Bananenstauden und vieles mehr finden ihren Weg auf unser Boot. Bloß nichts vergessen, es wird lange keine Möglichkeit geben etwas zu bekommen. Listen werden geschrieben und abgearbeitet.

Dann steht der Abfahrtstag vor der Tür. Viele Gedanken haben wir uns natürlich über die wohl größten Herausforderungen auf der langen Passage gemacht. Wir erwarten schönstes Passat Segeln. So soll diese Ozeanüberquerung doch verglichen mit dem Atlantik ruhig mit wenig „Segelaufwand“ und angenehmer Welle sein. Die meisten Gedanken machen wir uns über Levi. Wie wird er wohl die über 20 Tage auf See mitmachen und wie können wir Langweile verhindern. So sind wir gut ausgestattet mit neuen Spielen, Malsachen und vielen Ideen zur Beschäftigung.

Wir lichten und verstauen wir den Anker für lange Zeit im Ankerkasten und fahren los. Direkt hinter der Insel werden wir von einem heftigen „Squall“ (lokales Tiefdruckgebiet) verabschiedet. Heftiger Regen und fast komplette Dunkelheit von schweren Gewitterwolken sind ein faszinierendes Schauspiel. Es zeigt uns auch gleich, dass wir gerade keinen Hallensport betreiben, sondern von der Natur abhängig sind.

Der Wetterbericht sagt voraus, dass es ca. 3 – 4 Tage dauern wird, bis wir auf stabilen Passatwind treffen werden. Bis zu dieser Zone wollen wir mit möglichst wenig Motorstunden kommen, um wertvollen Diesel zu sparen. So verbringen wir die erste Woche mit viel Segelarbeit, um aus dem sehr schwachen Wind aus verschiedenen Richtungen, das Beste raus zu holen. Das ist, besonders nachts, anstrengend, lässt die Zeit auch schnell verfliegen. Außerdem haben wir in der ersten Wochen mit viele kleinen Schäden und Reparaturen zu tun. Der Schlauch der Deckdusche platzt, ein Scharnier am Gaskasten bricht, die Lazy-Jacks reißen aus, der Lazy Bag geht kaputt, eine Winsch macht Probleme. Die Liste ist lang. Ein Teil hätte auch gerne schon mal früher kaputt gehen können. Wieso passiert so etwas immer auf einmal zusammen? Ein Lichtblick ist der häufige Kontakt zu Ilja und Stefan vom Segelschiff Sabir. Sie sind kurz vor uns los gefahren und haben auch mit den widrigen Wetter zu kämpfen. Wir verabreden ein Treffen irgendwo auf dem Pazifik, als wir sie überholen. Mitten in diesem unendlich erscheinenden Meer treffen wir uns, winken und rufen uns zu. Er tolles Erlebnis!

Nach 5 Tagen wird der Wind tatsächlich stärker, jedoch kein Passatwind optimal von hinten, sondern Seitenwind mit Wellen aus verschiedenen Richtungen. Dies ist für das Leben an Bord die mit unangenehmste Konstellation. Es schaukelt sehr viel, Kochen und alles andere unter Deck ist schwierig. Wir sind etwas genervt, da wir uns das Segeln anders vorgestellt haben. Nur Levi stört das alles gar nicht. Er hat große Freude an der viele Aufmerksamkeit und dem gleichförmigen Ablauf an Bord. Boote und Angeln hinter her ziehen, mit Teddy und den Eltern verstecken spielen, Bücher lesen sind ein Genuss für ihn. Es braucht gar nicht die vielen neuen Sachen, die wir dabei haben. Er ist einfach so zufrieden. Das bleibt bis zur Ankunft auf den Marquesas so. Besonders viel Spaß hat Levi am gemeinsamen Angeln. Wir bauen ihm eine Kinderangel mit Köder ohne Haken, die er zusammen mit der „echten“ auswirft. Die Aufregung ist groß, wenn dann ein Fisch anbeißt und auf das Boot geschafft werden muss. Einmal rauscht die Schnur extrem schnell von der Rolle. Wir versuchen, den anscheinend sehr großen und schnellen Fisch rein zu kurbeln. Keine Chance – plötzlich sehen wir einen Marlin vor uns aus dem Wasser mit seinem Schwert voran springen. Das Tier reißt unsere Stahlvorleine durch und verschwindet wieder. Ein beeindruckendes Erlebnis für uns alle. Levi erzählt noch viele Tage auf den Marquesas davon und zeigt allen den Fisch in seinem Fischbuch.

In der dritten Woche unserer Überfahrt bessert sich der Wind etwas. Er kommt jetzt von hinten bzw. schräg hinten. Das macht das Segeln angenehmer und das Ziel ist schon sehr nah. Weniger als 1000 Seemeilen! Wir sind froh, für ungefähr 2 Tage, denn dann schläft der Wind ein. 5 Tage haben wir immer zwischen 4 und 8 Knoten Wind aus z.T. unterschiedlichen Richtungen. Wie die ganze Überfahrt bleibt das Segeln anstrengend und die Hauptbeschäftigung. Aber das Land ist nah! Am 22 Tag taucht dann Hiva Oa von den Marquesas Inseln vor uns auf. Ein atemberaubender Anblick und unvergessliches Gefühl. Wir sind in der Südsee!

Nach 23 Tagen wird der Anker wieder raus geholt und in Hiva Oa in das Wasser geworfen. Aufgrund des sehr schwierigen Wetters sind wir sehr zufrieden mit der Zeit. Wir hören von vielen Booten, die sehr viel länger gebraucht haben. Für Levi hätte die Fahrt auch ohne Probleme auch länger dauern können… .

 

  • 01 Stolze Besitzer einer ganzen Bananenstaude. fuer die lange Ueberfahrt
  • 02 Erschoepfter Schlaf nach dem Einkauf auf dem Markt
  • 04 Diese Front zieht an uns vorbei
  • 05 Die Regenfront links wird uns noch erwischen
  • 05a Der Regen bleibt ein paar Stunden

  • 08 Turnen an Bord
  • 11 Plantschen ist immer angesagt
  • 12 Sabir Treffen Pazifik klein
  • 07 Gemuetlich im schattigen Cockpit
  • 09 Unsere Flaschenpost geht ueber Bord

  • 06 Ostereier malen mitten auf dem Pazifik
  • 13 Wir ziehen leider zuegig an Sabir vorbei
  • 14 Levi malt das Cockpit schoen
  • 15 Mitten auf dem Pazifik
  • 16 Land in Sicht nach 24Tagen

  • 17 Bei unserer Ankunft donnert, blitzt und regnet es
  • 18 Eine alte Tiki Figur auf Hiva Oa
  • 19 Alte Kultstaette mit Tiki Figuren auf Hiva Oa
  • 20 Bananenpfluecken am Wegesrand
  • 21 Eine aeltere Dame erklaert uns die Fruechte

  • 22 Eine Pampelmuse faellt uns vor die Fuesse
  • 22a Paul Gauguin liegt auf Hiva Oa begraben
  • 23 Wir geniessen alle das Leben an Land
  • 25 Mit Blick ueber den Pazifik
  • 24 Wir goennen uns ein Hotel zum 40 Geburtstag

 

Vom Atlantik in den Pazifik und nach Galapagos

Bilder (Update 19.03.2015)

 

 00 Panama nach Galapagos

 Rauschefahrt - in nur sechs Tagen segeln wir von Panama nach Galapagos

Zusammen mit Johannas Schwester Julia und ihrem Freund Heiko haben wir die San Blas Inseln besucht. Jetzt sind wir in der Shelter Bay Marina, die in Colon, kurz vor dem Eingang zum Panama Kanal auf der Atlantik Seite liegt. Wir wollen mit beiden durch den Kanal fahren, was unseren Zeitplan sehr eng macht. Heiko fliegt schon bald ab Panama nach Berlin und Julia fliegt ab Galapagos, was durch die geschätzte Fahrzeit von 10 Tagen auf die Inseln den zeitlichen Rahmen vorgibt.

Der Transit durch den Kanal lässt sich überraschend gut auch ohne Agenten organisieren. Der Vermesser kommt schnell auf unser Boot. Danach zahlen wir das Geld in Colon ein und können noch am gleichen Tag telefonisch das Datum für die Kanalpassage erfragen. Es ist leider einen Tag später als unser Wunschdatum. Die Stimme am Telefon lässt sich auch durch den Kinderbonus nicht erweichen. Wir verfehlen Heikos Abflugdatum um einen Tag! Sehr schade, so ist es doch ein so großartiges Erlebnis. Fast parallel neben uns wird Heiko im Auto zum Flughafen fahren.

Da wir vier Personen neben der Steuerfrau als sog. Linehandler zwingend brauchen, organisiert uns Tito neben den Fender-Autoreifen und extra langen Leinen noch zwei Männer, die mit die Leinen auf der Fahrt bedienen werden. Tito ist ein ehemaliger Taxifahrer in Panama, der alles für die Segler rund um den Kanal Transit organisiert. Er spricht gutes Englisch und bis zur Pazifik Seite klappt alles sehr gut.

Da Panama der letzte günstige Ort mit großer Auswahl zum Einkaufen für mehrere Monate ist, laden wir unser Schiff mit Essen und Wasser randvoll. Erschrocken stellen wir fest, dass unsere Wasserlinie deutlich gesunken ist. Unser Auspuff ist jetzt sogar unter Wasser! Zweifel machen sich breit, ob wir die von der Kanalbehörde geforderte Mindestgeschwindigkeit von 5 Knoten so beladen schaffen werden. Uns bleibt aber gar keine Zeit zum Nachdenken, der Tag der Abfahrt ist da.

Voll beladen mit Titos beiden Linehandlern geht es in die Ankerzone kurz vorm Kanal. Heiko winkt uns noch vom Steg zu, bevor er sich auf den Weg zum Flughafen macht. Unglaublich um wieviel wenige Stunden wir den Zeitplan verfehlt haben. Der Anker fällt vor den Toren Colons und wir warten auf den Adviser der Kanalbehörde, der mit uns durch die Gatun Schleuse fahren wird. Levi ist hoch erfreut über zwei neue Spielkameraden an Bord. Er präsentiert seine Bücher und Autos den Mitfahrern für die nächsten zwei Tage. Eine Sprachbarriere gibt es hier nicht. Seine neuen Freunde lesen munter die Bücher mit ihm während der Kanalfahrt.

Bald kommt das Boot und bringt den Adviser zu uns. Er begrüßt uns mit einem fröhlichen „guten Tag“ und sofort geht es los zur Gatun Schleuse. Kurz vor der Schleuse werden wir mit einem anderen Boot zusammengeschnürt und hinter einem Containerschiff geht es bei Dunkelheit in die Schleuse. Durch diese Formation sind bei uns zwei Personen „arbeitslos“, da nur zwei Leinen bedient werden müssen. Dies erledigen souverän die beiden Männer aus Panama.

Die Tore schließen sich hinter uns und das Wasser strömt ein. Wir sind nervös, besonders ob unsere Klampen der außergewöhnlichen Belastung standhalten und fasziniert. Es ist ein schwer zu beschreibendes Erlebnis mit dem kleinen Boot durch diese Schleusen zu fahren. Der Blick nach hinten viele Meter hochgehoben über Schleusentore bleibt lange in Erinnerung. Bis wir den Platz im Gatun See für die Nacht erreichen bleibt viel Zeit, um sich mit dem Adviser zu unterhalten. Er arbeitet seit 27 Jahren für den Kanal, so wie sein Vater auch, und kennt viele Geschichten, die er gerne erzählt. Außerdem hat er auch mal als Missionar gearbeitet und war mit einem Schiff in Deutschland. In manchen Gesprächen möchte er uns anscheinend auch missionieren. Julia wird nach ihrer Meinung zu „Gay Marriage“ gefragt. Oha, geschickt umschifft sie auch diese Hürde bei der Fahrt durch den Panama Kanal. Es wird Zeit für einen neuen Adviser, der am nächsten Morgen auf unser Boot im Gatun See kommt. Die Fahrt durch die weiteren Schleusen bis in den Pazifik verläuft problemlos und ist weiter einfach ein tolles Erlebnis, was wir sehr genießen. Dann ist es soweit. Die letzten Tore öffnen sich und wir sind im Pazifik. Wie geplant gehen unsere beiden Mitfahrer von Bord und der Anker fällt im Pazifik. Zeit für einen Anleger mit gutem Panama Rum!

Morgen soll es nach Galapagos weiter gehen. Tito will die Ausreisepapiere vorbei bringen und los soll es gehen. Leider gibt es ein paar Probleme mit den Behörden und es zieht sich über mehrere Tage bis wir wenigstens einen Teil der nötigen Unterlagen haben. Jetzt fehlt nur noch der Ausreisestempel im Pass. Hier tun sich die meisten Probleme auf. Seltsame Dinge von Visa, die wir gar nicht brauchen, werden in kaum zu verstehendem Spanisch erzählt. Wir sind ratlos. Auf Titos Rat hin, gehen wir zu einem Immigration Office im Yacht Club. Hier sollen 20$ noch den kurzen Dienstweg ermöglichen… . Ich gehe in das kleine, schäbige Büro mit dem Unterlagen und 20$ in einem Pass. Nervös bin ich, auf diese Art habe ich noch nie versucht einen Stempel zu kommen. Besonders in einem fremden Land, wo ich die Sprache kaum verstehe. Der Beamte blättert gelangweilt die Sachen durch und sein Interesse mir die Stempel zu geben ist gering. Wieder fällt das Wort Visa. Dann entdeckt er den Pass mit dem Geld. Er fragt mich was das ist. Jetzt rutscht mir das Herz ganz in die Hose. Das spanische Wort für „Verwaltungsgebühr“ kenne ich nicht, also fällt mir nichts besseres ein, als „Moneten“ zu sagen. Dabei schaue ich desinteressiert aus dem Fenster. Was jetzt wohl passiert? Festnahme wegen Beamtenbestechung? Die Stimmung ändert sich auf einmal schlagartig. Die Schublade mit den Stempeln öffnet sich, und der jetzt freundliche Mann stempelt die Pässe in Windeseile ab. So geht das also! Jetzt kann es nach Galapagos gehen.

Die knapp 1000 Seemeilen Richtung Westen sind berüchtigt für die unsteten Winde und schwierigen Segelbedingungen. Wir rechnen mit sechs bis zehn Tagen für die Überfahrt. Tatsächlich ist alles dabei. Wind fast von vorne, Seitenwind, Rückenwind und Flaute. Trotzdem kommen wir sehr gut voran und unsere Bordroutine zwischen uns drei Erwachsenen klappt prima. Und wir sind schnell unterwegs. Nach sechs Tagen Ankern wir vor der Insel Santa Cruz der Galapagos Gruppe. Lange haben wir überlegt, welche der möglichen Inseln wir „wählen“. Eine Auflage ist es, dass man nur vor einer Inseln ankern darf und dann nicht mehr „wechselt“. Santa Cruz scheint uns die beste Option zu sein, da Julias Flug nach Deutschland von hier geht und die Einkaufsmöglichkeiten am besten sein sollen. Dafür soll der Ankerplatz voll und der Ort schon relativ groß sein. Wir sind aber positiv überrascht. Die Anzahl der Boote ist sehr überschaubar und der Ort wirkt auf uns immer noch sehr angenehm. Hier verbringen wir gerne die nächsten 20 Tage als Basis für unsere Erkundungen!

Die Einreiseformalitäten laufen auch problemlos. Es wird nur etwas eng an Bord, da eine ganze Delegation von 9 Personen zu uns kommt. Der Zoll, die Quarantänebehörde, der Einreisebeamte, unser Agent und ein Taucher kommen alle gleichzeitig. Der Taucher kontrolliert das Boot von unten, ob wir auch keine fremden Organismen einschleppen. Aber wir sind „sauber“. Fast herzlich bekommen wir unsere Stempel. Da hat auch Levis Anwesenheit einen großen Anteil dran.

Die ersten Tage erkunden wir die grandiose Tierwelt von Galapagos zusammen mit Julia. Dann ist der Tag der Abreise gekommen. Nach vielen Wochen gemeinsam auf dem Boot verabschieden wir sie nach Deutschland. Eine tolle Zeit geht zu Ende.

 

 

  • 00_Panama nach Galapagos
  • 02_Die ersten Tore schliessen sich
  • 01_Bei Dunkelheit fahren wir in die Gatun Schleuse auf der Atlantik Seite ein
  • 02a_Die erste Schleuse hat sich gefuellt und wir sind nun schon einige Meter ueber dem Atlantik
  • 03a_Ganz ganz frueh und noch muede am morgen geht es weiter durch den Panama Kanal

  • 03_Alle Segelboote muessen auf dem Gatun See ueber Nacht ankern
  • 04_Die Piloten werden morgens frueh auf alle Segelboote verteilt
  • 06_Container Schiffe warten auf dem Gatun See auf ihre Schleusung in den Atlantik
  • 05_Alle Segelboote werden unter engem Zeitplan gemeinsam durch den Kanal gefuehrt
  • 04a_Pilot wird morgens auf dem Gatun See wieder an Bord gebracht

  • 06a_Schiffsverkehr auf dem Gatun See
  • 07_Der Kanal wird permanent mit grossem Aufwand in Stand gehalten
  • 08_Ein langer heisser Tag unter Motor bis zu den Pedro Miguel und Miraflores Schleusen auf der Pazifik Seite des Kanals
  • 08a_Schiffsverkehr im Kanal
  • 09_Einfahrt in die Pedro Miguel Schleuse

  • 10_Einfahrt Pedro Miguel Schleuse
  • 11_Unsere Linehandlers an Land laufen mit uns mit
  • 12_Linehandler an Bord und an Land
  • 13_In der Schleuse liegen viele Segelboote im Paeckchen
  • 14_Waehrend des Schleusens muessen alle Leinen gleichmaessig schnell gelockert werden sonst verdrehen sich die Boote in den Turbulenzen

  • 15_Levi darf bei der ganzen Action mit dem Handy spielen und sitzt brav in seinem Thron
  • 17_Segelboote und Container Schiffe teilen sich den Kanal
  • 18_Hochbruecke Panamakanal
  • 19_Das letzte Tor der Miraflores Schleuse oeffnet sich auf den Pazifik
  • 20_Im Pazifik mit der Panamerica Bruecke im Hintergrund

  • 21_Eine Alternative zum eigenen Kanaltransit
  • 21a_Die erste Etappe ueber den Pazifik bringt wunderschoenes segeln mit sich
  • 22_Auf der Ueberfahrt nach Galapagos halten wir Ausschau nach Walen, grosse bunten Fischen und Voegeln
  • 22a_Bei wenig Welle und hoch am Wind rauschen wir Galapagos entgegen
  • 23_Auf der Ueberfahrt nach Galapagos haben Jule und Levi viel Zeit zum Quatsch machen

  • 24_Jule hat einen Wal gesichtet
  • 25_Levi vertreibt sich die Zeit und zieht Boote hinterher oder angelt
  • 26_Sechs Tage kurz ist die Ueberfahrt nach Galapagos
  • 27_Als erstes gibt es ein Eis bei unserer Ankunft in Galapagos
  • 29_Kuestenlandschaft Santa Cruz

  • 30_Wanderwege fuehren durch Kakteenlandschaften
  • 31_Unterwegs auf Galapagos
  • 32_Land Iguana
  • 33_Galapagos Blaufusstoelpel und Seeloewen wohin man schaut
  • 34_Eine Meerechse beaeugt uns neugierig beim Vorbeischwimmen

  • 35_Ein Seehund geniesst das kuehle Wasser in der Mittagshitze
  • 36_Auf den schwarzen Lavasteinen sind die Meerechsen manchmal kaum zu erkennen
  • 37_Haie schwimmen um unser Boot herum am Ankerplatz in Puerto Ayora auf Santa Cruz
  • 37a_Nicht nur ein Hai ist hier unterwegs, das Waschen im Meer verlegen wir ins Cockpit
  • 38_Dieser Hai kommt auf uns zu - es ist ein Black Tip Shark

  • 39_ Noch ein Hai - Wir sind beeindruckt von der Naehe der Tiere
  • 40_Die Schildkroete scheint sich auch zu wundern dass unser Boot so nah ist
  • 40a_Seeloewen am Ankerplatz
  • 41_Ein Seeloewe spielt mit einer Seeschlange an unserem Boot
  • 42_Der Seeloewe und sein Spielzeug

  • 43_Er scheint sich an unserem Rumpf zu schuppern
  • 43a_Seeloewe taucht ab
  • 44_Meerechsen am Strand von Los Perros
  • 45_Die beruehmte Meerechse von Galapagos
  • 47_Lutz und Levi

  • 48_Meerechse auf dem Weg ins Wasser
  • 49_Unsere Meerechse schwimmt los
  • 50_Meerechsen ueberall
  • 51_Ein Pelikan doest in der Abendsonne
  • 52_Elefantenschildkroeten in der Charles Darwin Aufzucht Station

  • 53_Die Meeresschildkroete scheint groesser zu sein als Lutz, laesst sich deswegen wohl auch nicht von ihm stoeren
  • 53a_Die Meeresschildkroete von unten
  • 54_Seeloewen geniessen das Nichtstun und lassen sich nicht stoeren
  • 55_Die Seeloewen machen es sich auch gern auf Segelbooten gemuetlich
  • 56_Lutz und Levi plantschen in einer Felsspalte auf Santa Cruz

 

San Blas und Freitag der 13te (Update 21.02.2015)

 

  • 01_Familienfischen_vor_San_Blas
  • 07_Kuna_auf_San_Blas
  • 08_San_Blas
  • 10_Indianer_vor_San_Blas
  • 06_Heiko_schnorchelt

  • 09_Beiboot_Tour
  • 05_San_Blas
  • 03_Schnorcheltour
  • 04_Schnorcheltour
  • 11_Impression_vor_Anker

  • 23_Urwaldtour
  • 22_Mit_dem_Beiboot_durch_den_Urwald
  • 24_Urwaldtour
  • 21_Grber_im_Dschungel
  • 26_Kuna_segeln

  • 20_Start_Dschungelwamderung_Rio_Diablo
  • 25_San_Blas
  • 27_Ankern_vor_der_kleinen_Insel
  • 14_Abendbrot
  • 13_Impression_vor_Anker

  • 12_Kuna_Schmuck
  • 19_Im_Seeigel_Paradies
  • 15_Erste_Beibootfahrt
  • 16_Levi_sucht_Fische
  • 18_Seekajak_am_Strand

  • 17_Levi_hat_die_Fische_gefunden
  • 28_Mit_dem_Beiboot_angelandet
  • 02_Wasser_auffuellen

 

Kurz nach unserer "Wasserung" kommen auch schon Johannas Schwester Julia und Ihr Freund Heiko vorbei, um uns zu helfen und Urlaub zu machen. Das geht prima auf den San Blas Inseln, die wir wieder besuchen.

Der Wetterbericht sagt fast Flaute voraus und so kommt es dann auch. Fast eine komplette Tagesfahrt unter Motor wird unsere erste Segeletappe nach 10 Monaten. Trotzdem geht es nicht ohne Seekrankheit gegen fruehen Abend vor Anker. Als ersten Stopp haben wir uns eine San Blas Insel Kette weit vom Festland enfernt ausgesucht. Wenn auch etwas viele Boote vor Anker liegen, so ist die Schoenheit der Inseln und der Unterwasserwelt faszinierend. Den Abend verbringen wir mit selbst gefangenem Thunfisch und Sundowner. Dafuer haben sich die Strapazen gelohnt.

Levi hat viel Spass und wird gross. Die Windeln verschwinden immer mehr, die Bordtoilette wird jetzt auch von ihm benutzt. Das warme Wetter macht es einfacher... . Nach einiger Zeit fahren wir weiter zu den sog. "Hollandes Cayes". Wir liegen alleine vor Anker, im Vorgarten der Kuna Indianer. Das Schnorcheln ist einfach toll - ein Hai, Rochen und relativ viele Korallen. Dann kommt Freitag der 13te. Heiko springt wie jeden morgen ins Meer. Er schwimmt die 50 Meter bis an den Strand und ruft ploetzlich um Hilfe. Er hat Schmerzen und muss schnell mit dem Beiboot abgeholt werden. Beim Sprung ins Wasser ist er von giftigen Feuerquallen oder Koralleneiern verletzt worden. Zurueck an Bord hat er starke Schmerzen und Verbrennungen am Arm. Wir machen uns immer groessere Sorgen, da sich sein Zustand verschlechtert. Schuettelfrost, Panik, Uebelkeit und starke Roetung fast am ganzen Koerper. Das erste mal nutzen wir das Satellitentelefon, um die medizinische Notfallhotline in Deutschland anzurufen. Das Ergebnis ist unbefriedigend, am besten sollen wir in ein Krankenhaus fahren. Das ist nicht ganz so einfach. Wir behandeln den allergischen Schock aus unserer Bordapotheke. Dann treffen wir die Entscheidung auf die nur wenige Stunden entfernte Insel Nargana zu fahren.
Dort gibt es eine einfache Apotheke und einen Arzt. Es ist die schnellste Option auf etwas Hilfe und zur Not ist ein Transport nach Panama Stadt von dort moeglich. Schnell ist das Boot klar und der Anker geht hoch. Schon waehrend der Fahrt verbessert sich Heikos Zustand, so dass wir uns etwas entspannen. Auch der Arzt gibt Entwarnung. Was fuer ein Tag!


Nargana hat fuer San Blas Verhaeltnisse sehr gute Einkaufmoeglichkeiten. Wir nutzen den ungeplanten Stopp, um frische Sachen zu besorgen. Mehr haelt uns auch nicht dort. So entscheiden wir, trotz relativ starkem Wind, zu einer anderen Insel zu fahren. Schwierige Ankermanoever und Navigation durch das Wetter lassen die wenige Stunden kurze Fahrt aufregend werden. Dann liegen wir vor dem sehr schoenen Green Island und geniessen die Tage. Parallel reparieren und optimieren wir weiter. Die Zeit fuer die Abreise aus San Blas ist gekommen. Mit viel Wehmut verlassen wir die Inselwelt. Irgendwie war viel zu wenig Zeit. San Blas ist einer unserer Lieblingsplaetze. Es gibt zwar inzwischen schon viele Segelboote hier, die Indianier sind "geschaeftstuechtig" geworden und verkaufen (sehr zurueckhaltend) ihre Kunst an die Besucher. Trotzdem ist die Faszination immer noch gross. Die Natur ist ueberwaeltigend schoen, die einsamen Plaetze gibt es noch. Der besondere Reiz ist es aber zu Gast bei den Kuna zu sein. Man ankert quasi in ihrem Vorgarten und erlebt hautnah ihren Lebensstil. Deshalb akzeptiert man gerne, dass sie an ihren Besuchern auch mitverdienen wollen. Das ist der Grund warum wir reisen! Wir kommen bestimmt nochmal wieder!

28 Mit dem Beiboot angelandet 

 

Panama an Land - Luftfeuchtigkeit... (Update 06.02.2015)

 

  • 06_Ins_Wasser_2
  • 07_Ins_Wasser_3
  • 05_Ins_Wasser_1
  • 04_Rockstar
  • 02_Basteln_im_Regenwald

  • 03_Levi_arbeitet
  • 01_Unsere_Unterkunft

Endlich sehen wir unsere "rund360" wieder. Nach 10 Monaten im Regenwald von Panama sind wir sehr gespannt wie sie sich präsentiert. Vor der Ankunft in der Panamarina wo sie steht, holen wir unser neues Seakajak und die anderen aus den USA importierten Ersatzteile mit unserem emieteten Kleinbus ab. Die Wette gegen den Teileimporteur, der behauptet hat, dass das Kajak viel zu gross ist, gewinnen wir knapp. Vollbepackt kommen wir an und nehmen unser Boot in Augenschein. Wir sind entsetzt! Das Deck ist in einem fast gammeligen Zustand. Auch Innen hat die Luftfeuchtigkeit voll zugeschlagen. Unser Zeitplan mit Ruderreparatur und weiteren Verbesserungen ist über den Haufen geworfen. Wir verbringen viele Tage nur mit Putzen und Chlorreinigungen. "Nebenebei" reparieren wir das Ruder provisorisch, setzen einen neuen Bordduchlass und bauen weitere Sachen ein. Wir wollen so schnell wie möglich ins Wasser... .

Levi stört die ganze Arbeit wenig. Er geniesst Panama schon in vollen Zügen. Krebse anlocken, Affen auf Bäumen suchen oder mit den Bedienungen des kleinen Restaurants flirten machen ihn glücklich. Jetzt geht es aber endlich ins Wasser! Und wieder lässt die Luftfeuchtigkeit uns zittern: Der Motor steht fest! Alle helfen in der Marina mit, um ihn mit Stromstoessen wieder zu beleben! Dann sind wir im Wasser!

 

Ankunft Panama (Update 26.01.2015)

 

Wir sind wieder in Panama, und die ersten zwei Tage liegen hinter uns. Der Flug war anstrengend, aber auch einfacher als erwartet. Keine Probleme beim  Umstieg in den USA, keine Probleme vier Koffer, Kindersitz und Kraxe aufzugeben. Und auch keine Probleme beim Zoll trotz der unglaublichen Anzahl von Ersatzteilen... .
Den ersten Tag erholen wir uns in einem schoenen Hotel direkt am Flughafen. Wir geniessen  den Pool und versuchen, besonders Levi den Jet-Lag so angenehm wie moeglich zu machen. Das gelingt auch gut.
Jetzt sind wir in ein Hotel direkt neben unseren "Teileimporteur" gezogen, um morgen hoffentlich das Seakajak, Beiboot und vieles mehr in unseren gemieteten Bus zu laden. Unsere Unterkunft liegt an der Ausfahrt des Panamakanals. Wir merken, wir sind zurueck im Seglerleben, was wir schon etwas vergessen hatten. Die Aufregung steigt bei uns, wie wir die ganzen Boote sehen, die gerade die Passage durch den Kanal hinter sich haben. Morgen werden wir unsere rund360 wieder sehen. Wir sind gespannt, wie sie die letzten 9 Monate ueberstanden hat!

Strumpfhose in Panama 

Abfahrt zur Etappe Pazifik, Südsee bis nach? (Update 17.01.2015)

 

Die Liste der offenen Punkte ist inzwischen ganz kurz geworden. Man merkt, dass wir routinierter geworden sind unser Leben in Berlin pausieren zu lassen. Krankenkasse umstellen, Wohnung für Untermieter vorbereiten, Ersatzteile kaufen bzw. importieren, Kindersachen kaufen,eventuell Übergepäck anmelden und noch vieles mehr läuft inzwischen fast routiniert ab.
 
Jetzt geht es in die "Abschiedswoche, denn am Freitag, 23.1. ist Abflug nach Panama. Der Abschied fällt diesmal schwerer, denn wir haben entschieden deutlich länger zu fahren. Mindestens 12 Monate eher länger sollen es diesmal sein. Die langen Passagen benötigen schon so viel Segelzeit, dass die Etappe lang sein muss, um "entspannt" sich die verschiedenen Ziele anzusehen.

Die mögliche Routenplanung klingt verlockend: Nochmal San Blas Inseln, Galapagos nach Durchquerung des Panamakanals, Pazifiküberquerung in die Südsee, Papua Neuginea, Freunde in Indonesien besuchen und vielleicht noch Afrika?

Jetzt sind wir erstmal gespannt, in welchem Zustand sich unsere rund360 in Panama präsentiert. Vielleicht ist dann mal wieder alles anders als man denkt...


 

 Karibik Etappe II beendet (Update 20.05.2014)

 

Wir haben unsere zweite Karibik Etappe beendet. Das Boot steht sicher in Panama an Land und erwartet uns Januar 2015 zurück.

Jetzt heisst es erst einmal Arbeiten und sich an Deutschland gewöhnen. Zum Glück bricht der Sommer gerade aus. Wer auf den Geschmack gekommen ist, auch mit Kind eine Weltumsegelung anzugehen, dem können wir das Buch "Segeln mit Kindern" von Nils Theurer empfehlen. Ihr werdet auch Levi dort wieder treffen.

 

Berliner Wahrzeichen im Sand

 

 

Karibik Etappe II: San Blas/Panama

Aktueller Blog: Panama, Bonaire, Los Roques, Trinidad und Tobago

Wir haben nach den San Blas Inseln, Panama erkundet und unser Boot an Land gebracht. Den Reisebericht von den San Blas Inseln und die Erkundung Panamas befinden sich in unserem aktuellen Blog. Zu Los Roques gibt es ein neues Video zu sehen.

Angekommen in San Blas

Levi und der fliegende Fisch

 

Eindrücke aus Los Roques

 

 

 Los Roques am Strand

08 fisheyeboot

 

Unsere gesamten Eindrücke sind im Blog zu Bonaire, Los Roques, Trinidad und Tobago zu finden (Update 25.02.2014): Karibik Teil 2

 

 

Blogeintrag der ersten Karibiketappe (März 2013)

Zum Blogeintrag hier klicken

 

 

 

 

Atlantiküberquerung!

 Wir sind angekommen: Am 27.2.2013 mittags hatten wir nach 20 Tagen wieder Land unter den Füßen. Wir sind in St Lucia angespült worden! Unser Abschiedsbild auf La Gomera wird hoffentlich noch lange zu sehen sein. Zur Sicherheit ist es hier als Foto verewigt:

  Atlantik

Hier geht es zum Reiseblogeintrag mit Bildern (oder auf das Bild klicken)

 

Impressionen der Atlantiküberquerung:

 

 

 

 

 ______________________________________________________________________________________________

 

 Eine Weltumsegelung in Etappen

DIE IDEE

Wir segeln mit unserer rund 360° in Etappen um die Welt und widmen unsere Reise der Deutschen Krebshilfe. In Etappen heisst, wir leben eingige Monate in Berlin und segeln dann weiter. Unser Ziel ist es, mit unserer Aktion auf die Arbeit der Organisation aufmerksam zu machen und zu unterstützen. Eine überstandene Erkrankung und Therapie hat uns dazu bewogen aktiv zu werden.

Wir möchten alle, die unsere Reisefortschritte auf unserer Webseite verfolgen, dazu ermuntern, eine Spende an die Deutsche Krebshilfe zu machen! Unsere Aktionsnummer dort lautet  49002706.  Bitte gebt diese Nummer an, so dass Eure Spende zugeordnet werden kann! Hier geht's zur Spendenseite der Krebshilfe.

 

.